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Diabetes-Nachrichten
Was gibt es Neues in Sachen Diabetes? Diese Frage recherchiert die Redaktion des Diabetes-Portals DiabSite regelmäßig bei Forschungseinrichtungen, pharmazeutischen Unternehmen, Krankenkassen und Interessenverbänden. In den Jahresarchiven können Sie nachlesen was gestern in der Diabeteswelt neu war.
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21.05.2026
KI-Atlas deckt verborgene Ganzkörperschäden durch Adipositas auf
Forschende von Helmholtz Munich, der Ludwig-Maximilians-Universität München sowie weiteren kooperierenden Einrichtungen haben ein KI-gestütztes Framework entwickelt, das krankheitsbedingte Veränderungen im gesamten Körper der Maus mit zellulärer Auflösung kartiert. Mithilfe der neuen Plattform "MouseMapper" identifizierten sie weitreichende Entzündungsprozesse sowie bislang unbekannte Schädigungen sensorischer Gesichtsnerven infolge von Adipositas. Darüber hinaus konnten die Forschenden entsprechende molekulare Signaturen auch in menschlichem Gewebe nachweisen. Dies deutet darauf hin, dass zentrale Merkmale adipositasbedingter Nervenschäden über Speziesgrenzen hinweg erhalten bleiben. KI-Atlas deckt verborgene Ganzkörperschäden durch Adipositas auf, Nachricht lesen
20.05.2026
Diabetes-Elf schlägt Politik-Europameister vor den Augen von Rudi Völler
Bereits zum 10. Mal trafen in Berlin am 19. Mai um 18.00 Uhr der FC Bundestag und der FC Diabetologie aufeinander, um die Diabetesaufklärung in Deutschland voranzubringen und doch war dieses Mal alles anders: Zum einen stand mit dem FC Bundestag ein frischgebackener Europameister der Parlamentarier-EM auf dem Platz, zum anderen hatte sich der FC Diabetologie um Trainer Pierre Littbarski moralische Unterstützung von einer der größten Fußball-Legenden Deutschlands geholt: DFB-Sportdirektor Rudi Völler löste ein Versprechen gegenüber seines im August 2024 verstorbenen Freundes Christoph Daum, dem jahrelangen Trainer des FC Diabetologie, ein und unterstützte beide Mannschaften von der Seitenlinie. Im Spiel behielt der FC Diabetologie mit 3:0 die Oberhand. Doch das Ergebnis war nur eine Randerscheinung für die 3. Halbzeit, eine politische Podiumsdiskussion um die Frage, ob sich "Fußball als Blaupause für Prävention des Typ-2-Diabetes" eignen würde, in der deutlich wurde, dass Fußball schon jetzt generations- und geschlechterübergreifend eine geeignete präventive Maßnahme ist. Diabetes-Elf schlägt Politik-Europameister vor den Augen von Rudi Völler, Nachricht lesen
15.05.2026
Auszeichnungen der Deutschen Diabetes Gesellschaft 2026
Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) würdigt im Rahmen ihres 60. Diabetes Kongresses herausragende Leistungen in Forschung, Versorgung und Engagement für Menschen mit Diabetes. Zu den wichtigsten Auszeichnungen zählen in diesem Jahr die Paul-Langerhans-Medaille für Professor Michele Solimena, der Young Investigator Award für Dr. med. Ruth Hanssen sowie die Hellmut-Otto-Medaille für Professor Dr. med. Thomas Haak. Die Fachgesellschaft verleiht jährlich wissenschaftliche Preise und Medaillen, mit denen besondere Errungenschaften auf dem Gebiet der Diabetologie ausgezeichnet werden. Außerdem vergibt sie verschiedene hochdotierte Projektförderungen. Über die Vergabe entscheidet die von der DDG eingesetzte Jury zur Förderung wissenschaftlicher Projekte. Auszeichnungen der Deutschen Diabetes Gesellschaft 2026, Nachricht lesen
14.05.2026
Diabetes Typ 1
Rund 400.000 Menschen in Deutschland leben mit Typ-1-Diabetes. Am Herz- und Diabeteszentrum NRW (HDZ NRW), Bad Oeynhausen, steht jetzt ein neues Medikament zur Verfügung, das Anfang des Jahres von der Europäischen Union zugelassen wurde. Studien zeigen, dass der Wirkstoff Teplizumab das Auftreten von Krankheitssymptomen im Mittel um bis zu zwei Jahre verzögern kann. Unter dem Namen TzieldTM ist das Präparat bereits seit einigen Jahren in den USA im Einsatz. Diabetes Typ 1, Nachricht lesen
13.05.2026
60. Diabetes Kongress der Deutschen Diabetes Gesellschaft
Die Volkskrankheit Diabetes Typ 2 tritt häufig nicht allein auf: Etwa 70 Prozent aller daran erkrankten Menschen haben auch eine sogenannte metabolische Dysfunktion-assoziierte steatotische Lebererkrankung (MASLD). Sie erhöht nicht nur das Risiko für Leberzirrhose und Leberkrebs, sondern steht auch mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Nierenschäden und weiteren schweren Folgeerkrankungen in Verbindung. Auf dem Diabetes Kongresses 2026 der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG), der ab heute, Mittwoch, den 13. Mai bis Samstag, den 16. Mai 2026 hybrid in Berlin und online stattfindet, diskutieren die Teilnehmenden unter anderem über neue Erkenntnisse zur Früherkennung, Vorbeugung und Therapie der oft lange unerkannten "Fettleber". Auch auf der Kongress-Pressekonferenz am Freitag, den 15. Mai 2026, steht das Thema im Fokus. 60. Diabetes Kongress der Deutschen Diabetes Gesellschaft, Nachricht lesen
11.05.2026
Klinische pflegerische Diabetologie
Wie lässt sich diabetologisches Wissen systematisch in die Pflegeausbildung integrieren? Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) startet dafür eine neue Fortbildung für Hochschullehrende in der Pflege. Sie vermittelt praxisnahes Wissen zu Diagnostik, Therapie und Versorgung von Menschen mit Diabetes und unterstützt Hochschulen dabei, diese Inhalte gezielt in ihre Studiengänge einzubinden. Der Kurs "Klinische pflegerische Diabetologie" greift aktuelle medizinische Standards und Studienergebnisse auf und stärkt die interprofessionelle Zusammenarbeit in der Diabetologie. Die neue Fortbildung knüpft an aktuelle gesetzliche Rahmenbedingungen an, die eine stärkere Einbindung pflegerischer Kompetenzen in die Versorgung vorsehen. Klinische pflegerische Diabetologie, Nachricht lesen
08.05.2026
"Internationaler Tag der Pflegenden" am 12. Mai 2026
Anlässlich des "Internationalen Tages der Pflegenden", zu denen bei Kindern mit Diabetes Typ 1 auch die Eltern zählen, machen diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe und die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) auf anhaltende Probleme bei der Anerkennung von Pflegegrad 2 für mit der chronischen Stoffwechselerkrankung lebende Kinder aufmerksam. Obwohl Urteile des Bundessozialgerichts (BSG) vom Dezember 2024 die Rechte betroffener Familien gestärkt haben, müssen viele Eltern weiterhin langwierige Verfahren durchlaufen, um Leistungen der Pflegeversicherung zu erhalten. Die gemeinnützige Organisation und die Fachgesellschaft fordern eine konsequente Umsetzung der Rechtsprechung durch die Pflegekassen und einen niedrigschwelligen Zugang zu berechtigten Ansprüchen. "Internationaler Tag der Pflegenden" am 12. Mai 2026, Nachricht lesen
07.05.2026
Diabetesversorgung im Alltag
Diabetes mellitus wird unabhängig vom Typ nicht nur in medizinischen Einrichtungen von Fachpersonal behandelt. Im Alltag tragen die Menschen mit Diabetes selbst sowie bei Kindern und älteren Menschen auch ihre Angehörigen die Hauptlast des Managements der chronischen Stoffwechselerkrankung - 365 Tage lang rund um die Uhr. Eltern von Kindern mit Diabetes Typ 1 müssen dabei unter anderem Bildungseinrichtungen wie Kindergarten und Schule einbinden, damit die Therapie reibungslos läuft. Darauf wies die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) im Vorfeld ihres Diabetes Kongresses 2026 hin, der vom 13. bis 16. Mai 2026 hybrid in Berlin und online stattfindet. Auf der Vorab-Pressekonferenz am Donnerstag, den 7. Mai 2026, stellte die DDG das für die Familie stehende Konzept "Typ F" vor und machte deutlich: Angehörige tragen einen erheblichen Teil der Versorgung, ohne dass diese Leistung im System ausreichend berücksichtigt wird. Diabetesversorgung im Alltag, Nachricht lesen
06.05.2026
Fr1da-Studie dehnt Diabetes-Früherkennung auf 12 Bundesländer aus
Im Rahmen der Studie Fr1da: "Typ-1-Diabetes früh erkennen, früh gut behandeln", die von Forschenden am Institut für Diabetesforschung bei Helmholtz Munich geleitet wird, können Familien ihre Kinder im Alter von zwei bis zehn Jahren auf ein Frühstadium von Typ-1-Diabetes testen lassen. Ab Mai 2026 erweitert die Studie ihr Angebot um fünf weitere Bundesländer auf dann 12: Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Thüringen kommen hinzu. Bisher gab es das Angebot in Bayern, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Sachsen. Fr1da-Studie dehnt Diabetes-Früherkennung auf 12 Bundesländer aus, Nachricht lesen
04.05.2026
Nicht nur Insulin ist entscheidend
Im Mittelpunkt der Typ-2-Diabetes-Forschung stand bislang vor allem Insulin: Sprechen die Körperzellen schlechter auf das in der Bauchspeicheldrüse hergestellte Hormon an, steigt der Blutglukosespiegel langfristig an. Eine aktuelle Studie des Deutschen Diabetes-Zentrums zeigt, dass auch das Hormon Glukagon bereits früh erhöht ist. Die Forschenden konnten nachweisen, dass ein erhöhter Glukagonspiegel mit einer metabolischen Dysfunktion-assoziierten steatotischen Lebererkrankung (MASLD), umgangssprachlich Fettlebererkrankung, in Zusammenhang steht - einem engen Begleiter von Typ-2-Diabetes. Die Befunde werfen neue Fragen auf, die für die Entwicklung zukünftiger Therapien relevant sein könnten. Nicht nur Insulin ist entscheidend, Nachricht lesen
29.04.2026
FC Bundestag gegen FC Diabetologie
Bereits zum 10. Mal treffen in Berlin am 19. Mai um 18.00 Uhr der FC Bundestag und der FC Diabetologie aufeinander, um die Diabetesaufklärung in Deutschland voranzubringen. Zum Jubiläum, das unter der Schirmherrschaft von Bundestagspräsidentin Julia Klöckner im kleinen Stadion des Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark stattfindet, hat sich ein ganz besonderer Unterstützer angesagt. DFB-Sportdirektor Rudi Völler wird an der Seitenlinie verfolgen, welche Mannschaft dieses Mal die bessere Taktik hat. Er löst damit ein Versprechen gegenüber seinem 2024 verstorbenen Freundes Christoph Daum ein, der bis zu seinem Tod ehrenamtlicher Trainer des FC Diabetologie war. Völler sieht sein Engagement als Motivation für beide Mannschaften. Der FC Diabetologie, verstärkt von Ex-Profis (u.a. Richard Golz und Christan Stuff) und Fußball-Profi Sandra Starke (RB Leipzig), wird von Weltmeister Pierre Littbarski als Trainer taktisch eingestellt. Der FC Bundestag wird von Kapitän Fritz Güntzler (CDU) aufs Feld geführt. In der sich an das Fußballspiel anschließenden 3. Halbzeit wird auch mit Rudi Völler das Thema diskutiert, inwieweit "Fußball als Blaupause zur Prävention von Diabetes Typ 2" dienen kann. FC Bundestag gegen FC Diabetologie, Nachricht lesen
28.04.2026
Digitale Versorgung statt Datenchaos
Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) fordert einen grundlegenden Neustart der Diabetesversorgung in Deutschland. Die bestehenden Disease Management Programme (DMP) stoßen an Grenzen - vor allem durch analoge Prozesse, fehlende Datennutzung und Brüche zwischen ambulanter und stationärer Versorgung. Die DDG legt in einem neuen Impulspapier konkrete Vorschläge für ein eigenständiges digitales Disease-Management-Programm (dDMP) vor. Die Fachgesellschaft appelliert an die Politik, verbindliche bundesweite digitale Standards, eine gesicherte Finanzierung und transsektorale Strukturen zu schaffen. Nur so könne die Versorgung unter den Bedingungen von Fachkräftemangel, demografischem Wandel und steigender Morbidität gesichert werden. Digitale Versorgung statt Datenchaos, Nachricht lesen
26.04.2026
4.000 Ärzte fordern Zuckersteuer
Vor der Entscheidung über eine Zuckersteuer erhöhen Ärzt:innen den Druck auf die Bundesregierung: Knapp 4.000 Mediziner:innen haben sich für eine Herstellerabgabe auf zuckrige Getränke ausgesprochen. Aus ärztlicher Sicht sei die Dringlichkeit hoch, heißt es in einem offenen Brief, den unter anderem der Präsident der Bundesärztekammer, Dr. Klaus Reinhardt, sowie die Vorsitzende des Marburger Bundes Dr. Susanne Johna, unterzeichnet haben. Ernährungsbedingte Erkrankungen nähmen seit Jahren zu: "Die Folgen davon sind tagtäglich in Praxen und Kliniken sichtbar: Übergewicht und Adipositas bereits im Kindesalter, frühe Stoffwechselstörungen, Typ-2-Diabetes, Fettlebererkrankungen sowie Karies. 4.000 Ärzte fordern Zuckersteuer, Nachricht lesen
25.04.2026
Nicht jeder profitiert
Gesunde Ernährung, Abnehmen und mehr Bewegung können Typ-2-Diabetes wirksam vorbeugen. Allerdings profitieren nicht alle Menschen mit erhöhtem Diabetesrisiko in gleichem Maße von Lebensstil-Interventionen. Personen des Tübinger Typ-2-Diabetes Risikoclusters 5 weisen trotz eines über Jahre stabilen und deutlichen Gewichtsverlusts einen Anstieg der Blutzuckerwerte, den stärksten Rückgang der Insulinsekretion sowie weiterhin ein hohes Diabetesrisiko auf. Das berichten Forschende des Universitätsklinikums Tübingen, des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD) und von Helmholtz Munich in der Fachzeitschrift Diabetes. Nicht jeder profitiert, Nachricht lesen
24.04.2026
Wann Menschen mit Diabetes von Supplementen profitieren können
Nahrungsergänzungsmittel (NEM) sind gefragt - besonders im Internet und auf Social Media. Doch viele Präparate sind überflüssig, einige sogar riskant. Da sie rechtlich als Lebensmittel gelten, werden sie nicht wie Arzneimittel auf Wirksamkeit geprüft. Für Menschen mit Diabetes ist eine gezielte Nährstoffversorgung wichtig, da ihr veränderter Stoffwechsel das Risiko für eine Unterversorgung bestimmter Vitamine und Spurenelemente erhöht. Eine Supplementierung ist aber nur bei tatsächlichem Mangel sinnvoll. Expertinnen des Verbands der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe in Deutschland e. V. (VDBD) erklären, wann NEM helfen können und worauf Betroffene achten sollten. Wann Menschen mit Diabetes von Supplementen profitieren können, Nachricht lesen
23.04.2026
Von Adipositas bis Schilddrüse
Viele weit verbreitete Erkrankungen haben eine gemeinsame Ursache: das Hormonsystem. Dazu zählen Diabetes, Schilddrüsenerkrankungen, Osteoporose oder Adipositas. Dennoch bleibt die Rolle der Hormone oft im Hintergrund. Zum Welthormontag am 24. April, der von der European Society of Endocrinology organisiert wird, macht die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie e. V. (DGE) darauf aufmerksam, warum die spezialisierte Expertise von Endokrinolog*innen für Diagnose und Behandlung entscheidend ist - und welche Folgen es haben kann, wenn hormonelle Ursachen unerkannt bleiben. Von Adipositas bis Schilddrüse, Nachricht lesen
22.04.2026
GKV-Gesetz
Die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie e. V. (DGfN) und die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) sprechen sich für ein gezieltes, systematisches Screening auf chronische Nierenkrankheit (CKD) bei Risikopatientinnen und -patienten aus. Dazu zählen insbesondere Menschen mit Diabetes mellitus, arterieller Hypertonie, kardiovaskulären Erkrankungen, Adipositas, familiärer Vorgeschichte sowie nach akutem Nierenversagen. Anlass ist der Referentenentwurf des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) für ein GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz. GKV-Gesetz, Nachricht lesen
20.04.2026
Unterschätztes Risiko: Rauchen schädigt die Augen - sogar beim Ungeborenen
Rauchen gehört zu den größten vermeidbaren Gefahren für die Augengesundheit, warnt die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft e.V. (DOG). So sind bis zu 20 Prozent aller neuen Erblindungen ab dem 50. Lebensjahr auf das Rauchen zurückzuführen. Studien zeigen zudem, dass Rauchen das Risiko für schwere Augenerkrankungen wie altersabhängige Makuladegeneration (AMD), Grüner Star und Gefäßverschlüsse teilweise um das Zwei- bis Vierfache erhöht. Auch Kinder, deren Mütter während der Schwangerschaft rauchen, entwickeln häufiger Augenfehlbildungen und Sehstörungen. Die gute Nachricht: Ein Rauchstopp reduziert das Risiko sofort und nachhaltig - in jedem Alter, wie eine DOG-Expertin betont. Unterschätztes Risiko: Rauchen schädigt die Augen - sogar beim Ungeborenen, Nachricht lesen
16.04.2026
Gesundheitsreform darf diabetologische Versorgung nicht gefährden
Allein 2027 sollen im Gesundheitswesen rund 20 Milliarden Euro eingespart werden, um die für 2030 prognostizierte klaffende Lücke von 40 Milliarden in der gesetzlichen Krankenversicherung zu schließen. Gesundheitsministerin Nina Warken kündigte an, dass es Einschnitte für alle geben wird: Ärztinnen und Ärzte, Krankenhäuser, Pharmahersteller, Apotheken, Krankenkassen sowie Versicherte und Arbeitgeber. Drei Viertel der 66 Vorschläge der Expertenkommission zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sollen in einem Reformpaket am 29. April im Bundeskabinett beschlossen werden. So wichtig und richtig diese Reform ist, gab es bei der politischen Podiumsdiskussion "Menschen mit Diabetes beteiligen und stärken" erhebliche Zweifel, ob diese Einsparungen nicht die diabetologische Versorgung der Menschen mit Diabetes dramatisch gefährden könnte. Schon jetzt ist eine wohnortnahe ambulante wie stationäre qualitätsgerechte Versorgung nicht flächendeckend gewährleistet. 4 Vertreter*innen der Diabetes-Community untermauerten dies mit ihren ganz persönlichen Erfahrungen. Konsens des politischen Abends war, dass bei allen Einsparungen viel mehr in die sektorenübergreifende Digitalisierung, vor allem in Videosprechstunden und Telemedizin, investiert werden müsste, um die Qualität der diabetologischen Versorgung aufrechterhalten zu können. Gesundheitsreform darf diabetologische Versorgung nicht gefährden, Nachricht lesen
14.04.2026
Ministerin Warken stellt GKV-Sparpaket vor
Bundesgesundheitsminister Nina Warken hat heute die Pläne der Bundesregierung für ein GKV-Finanzstabilisierungsgesetz erläutert. Dazu erklärt Ulrike Elsner, Vorstandsvorsitzende des Verbandes der Ersatzkassen e. V. (vdek):
"Wir begrüßen, dass die Bundesregierung die Stabilisierung der Finanzen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) mit hoher Priorität vorantreibt und schon in Kürze einen Gesetzentwurf vorlegen will, der wesentliche Bausteine der Finanzkommission Gesundheit aufgreift. Mit den Maßnahmen sollen laut Ministerin Warken im Jahre 2027 rund 20 Milliarden Euro eingespart werden. Damit können die Beiträge stabil gehalten werden. Das ist eine gute Botschaft für die Versicherten und Arbeitgeber der GKV! Ministerin Warken stellt GKV-Sparpaket vor, Nachricht lesen
13.04.2026
Ernährungsmuster entscheidet über Diabetesrisiko
Ernährung spielt eine zentrale Rolle bei der Entstehung und dem Verlauf von Diabetes Typ 2. Doch einfache Regeln wie "weniger Zucker" oder "weniger Fett" bei der Ernährung greifen zu kurz - darauf weist die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) hin. Studien zeigen: Entscheidend sind nicht nur einzelne Nährstoffe oder Lebensmittel, sondern das gesamte Ernährungsmuster. Für die allgemeine Gesundheit und Diabetesprävention kommt es darauf an, wie Lebensmittel und Nährstoffe insgesamt kombiniert werden. Untersuchungen zeigen, dass so das Diabetesrisiko um bis zu 80 Prozent gesenkt werden könnte. DDG Experten geben eine Übersicht über aktuelle Erkenntnisse und zeigen, worauf Menschen im Alltag achten sollten. Ernährungsmuster entscheidet über Diabetesrisiko, Nachricht lesen
10.04.2026
Internistenkongress 2026
Neue Technologien und eine erstmals verfügbare Immuntherapie verändern die Diabetesversorgung grundlegend - und machen das Leben für Betroffene spürbar sicherer. Automatisierte Insulinsysteme wirken wie eine digitale Bauchspeicheldrüse: Sie stabilisieren den Blutzucker, reduzieren gefährliche Unterzuckerungen und entlasten den Alltag. Gleichzeitig kann eine neue Therapie den Ausbruch von Typ-1-Diabetes bei Risikopersonen um Jahre verzögern. Das hilft Betroffenen und ihren Familien, sich auf den künftigen Therapiealltag vorzubereiten. Internistenkongress 2026, Nachricht lesen
08.04.2026
Welt-Parkinson-Tag
Am 11. April ist Welt-Parkinson-Tag. Der Aktionstag stellt die Prävention dieser neurodegenerativen Erkrankung in den Mittelpunkt. Bekannt ist, dass auch die Ernährung eine Rolle bei der Entstehung von Parkinson spielt. Weniger bekannt ist jedoch, dass Diabetes mellitus - und sogar seine Vorstufen - das Risiko erhöhen, im Laufe des Lebens an Parkinson zu erkranken. Eine gesunde, ausgewogene Ernährung kann vor Typ-2-Diabetes schützen und dadurch zugleich das Parkinson-Risiko senken. Die DGN unterstützt daher die Initiativen der Deutschen Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK) für eine gesündere Ernährung. Welt-Parkinson-Tag, Nachricht lesen
02.04.2026
Gesundheitstrend: Scheinfasten
"Scheinfasten" ist Fasten ohne ganz aufs Essen zu verzichten. Wer scheinfasten möchte, verzichtet fünf Tage lang auf tierische Lebensmittel, wie Milchprodukte, Fleisch, Fisch und Eier. Außerdem kommen weder Getreideprodukte wie Brot, Nudeln oder Kartoffeln auf den Teller noch Zucker oder Alkohol. Kaffee ohne Milch und Zucker - auch mit Koffein - kann in kleinen Mengen getrunken werden. Vorgesehen sind drei kleine Mahlzeiten mit insgesamt rund 700 Kalorien, am ersten Fastentag bis zu 1000 Kalorien. Das sind etwa 30 bis 50 Prozent eines durchschnittlichen Energiebedarfs. Auf dem Speiseplan stehen Gemüse, Beeren, Nüsse und hochwertige pflanzliche Öle sowie pflanzliche Milch- und Joghurtalternativen. Gesundheitstrend: Scheinfasten, Nachricht lesen
01.04.2026
Millionenfache Herausforderung und eine zu selten angewandte Lösung
Am 7. April 2026 ruft die Weltgesundheitsorganisation unter dem Motto "Together for health. Stand with science" zum Weltgesundheitstag auf. Ein sportwissenschaftliches Projekt an der Universität Vechta kümmert sich um eine der globalen Pandemien der Neuzeit. Rund acht Millionen Menschen in Deutschland leben mit Typ-2-Diabetes, Millionen weitere mit Prädiabetes. RESTART setzt auf das, was Studien seit Jahren belegen und was im Versorgungsalltag trotzdem oft zu kurz kommt: ein achtmonatiges, wöchentliches und wissenschaftlich begleitetes Bewegungsprogramm speziell für Menschen mit Prä- oder Typ-2-Diabetes - in festen regionalen Gruppen, erweitert um digitale Tools. Millionenfache Herausforderung und eine zu selten angewandte Lösung, Nachricht lesen
