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Darmkrebsmonat März 2022

Für Menschen mit Diabetes sind Angebote zur Krebsfrüherkennung besonders wichtig

Circa die Hälfte der Bevölkerung hierzulande erkrankt im Laufe ihres Lebens an Krebs. Jährlich erhalten etwa 510.000 Menschen in Deutschland eine Krebsdiagnose. Bösartige Darmtumoren zählen mit etwa 62.960 Neuerkrankungen zu den häufigsten Krebsarten. Typ-2-Diabetes steigert das Darmkrebsrisiko auf etwa das Zweifache. diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe empfiehlt Menschen mit der Stoffwechselerkrankung anlässlich des Darmkrebsmonats März 2022, auf eine ausgewogene Ernährung zu achten und sich regelmäßig zu bewegen. Denn mit einem gesunden Lebensstil kann jeder der Krebsentstehung vorbeugen. Prinzipiell könnten mehr als 40 Prozent aller Krebsfälle verhindert werden. Außerdem rät die Gesundheitsorganisation, Früherkennungsangebote zu nutzen, da Krebs im Anfangsstadium gut behandelbar ist.

Darmkrebs zählt zu den Krebsarten, die lange Zeit keine Beschwerden machen. Daher werden Kolonkarzinome häufig erst festgestellt, wenn die Erkrankung schon weiter fortgeschritten ist. Früh erkannt, ist Darmkrebs meist gut behandelbar. Eine Vorerkrankung wie Diabetes Typ 2 steigert das Krebsrisiko deutlich: "Menschen mit Diabetes Typ 2 haben ein erhöhtes Risiko für mehrere Krebsarten, darunter Brust-, Harnblasen-, Bauchspeicheldrüsen- und Dickdarmkrebs", sagt Professor Dr. med. Thomas Haak, Vorstandsmitglied von diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe und Chefarzt des Diabetes Zentrums Mergentheim.

Professor Haak rät Menschen mit Diabetes, mit ihrem behandelnden Arzt über ihr Krebsrisiko zu sprechen und regelmäßig die angebotenen Untersuchungen zur Krebsfrüherkennung wahrzunehmen: "Neben dem Diabetes kann eine familiäre Vorbelastung das Krebsrisiko zusätzlich erhöhen", betont Professor Haak. Menschen mit Diabetes können einer Krebsentstehung außerdem durch eine ausgewogene Ernährung, den Abbau von Übergewicht und regelmäßige Bewegung vorbeugen: Dazu zählt, fünfmal die Woche mindestens 30 Minuten körperlich aktiv zu sein. Schon im Alltag kann jeder viel dafür tun, zum Beispiel Treppen steigen statt mit dem Aufzug fahren, kürzere Strecken zu Fuß gehen, anstatt das Auto zu nutzen oder in Mittagspausen einen Spaziergang machen. Auch Alkohol- und Nikotinverzicht senken das Krebsrisiko.

Ausgerufen von der Felix Burda Stiftung, der Stiftung LebensBlicke und dem Netzwerk gegen Darmkrebs e.V., steht der März dieses Jahr zum 21. Mal in ganz Deutschland im Zeichen der Darmkrebsvorsorge. Einen ganzen Monat lang engagieren sich Medien, Gesundheitsorganisationen, Unternehmen, Städte, Kliniken und Privatpersonen für die Prävention und Früherkennung von Darmkrebs.

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zuletzt bearbeitet: 03.03.2022 nach oben

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