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Mit mehr Wissen zu einer gesünderen Gesellschaft

10 Jahre Informationsdienste am Helmholtz Zentrum München

Seit einem Jahrzehnt engagiert sich das Helmholtz Zentrum München mit seinen Informationsdiensten für die Stärkung von Gesundheitsinformationen und Gesundheitskompetenz. Gemeinsam mit renommierten Gästen aus Politik, Wissenschaft und Medizin diskutierte das Forschungszentrum in einem virtuellen Runden Tisch die Leitfrage "Wissen für eine bessere Gesundheit - Wie erreichen wir gemeinsam noch mehr?". In den kommenden Jahren will das Helmholtz Zentrum München seine Angebote noch stärker für Jugendliche und Kinder und für Personen mit schlechteren Bildungschancen ausbauen.

Zur Aufzeichnung des Runden Tisches[*]

Kompetente und verständliche Informationen sind essenziell

Gesundheitsinformationen wirken. Sie helfen den Gesunden, länger gesund zu bleiben, und den Kranken, mit ihrer Krankheit besser umzugehen. Angesichts der weltweit steigenden Zahlen von Volkskrankheiten wie Diabetes, Allergien und Lungenerkrankungen ist beides eine zentrale Herausforderung unserer Zeit. Aus Sicht von Matthias Tschöp, wissenschaftlichem Geschäftsführer am Helmholtz Zentrum München, ist dafür eine konstante und lückenlose Verknüpfung der Kommunikation an die Gesellschaft mit wissenschaftlicher Kompetenz unabdingbar.

Die COVID-19-Pandemie hat mehr als je zuvor gezeigt, wie wichtig klare und strenge Kriterien für Gesundheitsinformationen sind: Sie müssen aktuell und richtig sein und man muss sie nutzen können. Für viele Patient:innen stellt das Überangebot an Informationen eine Herausforderungen dar, sie können nur schwer filtern, welche Informationen stimmen und welche relevant sind. Matthias Tschöp betont die Bedeutung exzellenter Forschung für den Wissenstransfer: "Die Pandemie hat gezeigt, dass unsere Erkenntnisse einen essentiellen Beitrag leisten - für die Entwicklung von Wirkstoffen und Diagnostika ebenso wie für die Aufklärung der Bürger:innen. Ohne intensive biomedizinische Grundlagenforschung gäbe es nichts, was wir in die Anwendung und zu den Menschen bringen können."

Am meisten Vertrauen schenken Betroffene nach wie vor dem eigenen Arzt oder der eigenen Ärztin. Für intensive Aufklärung fehlt jedoch oft die nötige Zeit und es mangelt an einer gemeinsamen Sprache - ein Problem, das besonders in Deutschland beklagt wird. Umso wichtiger sind deshalb Angebote zum Erfahrungsaustausch durch Selbsthilfegruppen und Informationsangebote unabhängiger Portale, deren Inhalte geprüft sind und die Informationen in einfachen Worten verständlich machen. Sie können erkrankte Menschen unterstützen, informierte Entscheidungen für ihre Therapie zu treffen, oder bei frühzeitiger Aufklärung zur Prävention von Krankheiten beitragen.

10 Jahre Informationsdienste am Helmholtz Zentrum München

Seit dem Start des Lungeninformationsdienstes im Jahr 2011 weitete das Helmholtz Zentrum München seine Angebote für unabhängige und geprüfte Gesundheitsinformationen kontinuierlich auf andere Themen und Zielgruppen aus. Es folgten der Allergieinformationsdienst, das Wissenstransferprogramm "Fit in Gesundheitsfragen" für Schulen gemeinsam mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum, sowie das Nationale Diabetesinformationsportal "diabinfo" zusammen mit dem Deutschen Zentrum für Diabetesforschung und dem Deutschen Diabeteszentrum.

Mittlerweile nutzen jährlich über fünf Millionen Menschen die Angebote des Helmholtz Zentrums München auf seinen verschiedenen Online-Portalen. "In den kommenden Jahren wollen wir unsere Angebote noch stärker für junge Menschen und für Menschen mit schlechteren Bildungschancen ausbauen. So können wir noch mehr dazu beitragen, die Gesundheitskompetenz in der Bevölkerung möglichst früh und nachhaltig zu stärken", sagt Ulrike Koller, Leiterin der Gesundheitsinformationsdienste am Helmholtz Zentrum München. Dafür baut das Zentrum derzeit neue starke Partnerschaften auf Bund-, Länder- und kommunaler Ebene aus.

Unterstützung für den Aufbau der Angebote geben die Bundesministerien für Forschung und für Gesundheit, die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, die Helmholtz-Gemeinschaft sowie die Deutschen Zentren für Lungen- und Diabetesforschung.

Weitere Informationen:

*Es diskutierten:

  • Wolfgang H. Caselmann - Stellv. Abteilungsleiter für Prävention und Gesundheitsschutz des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege
  • Werner Seeger - Vorstandsvorsitzender des Deutschen Zentrums für Lungenforschung, Ärztlicher Geschäftsführer des Universitätsklinikums Gießen und Marburg
  • Doris Schaeffer - Professorin für Gesundheitswissenschaften und Gesundheitskompetenzforschung an der Universität Bielefeld
  • Stephan Kruip - Vorsitzender des Mukoviszidose e.V., Mitglied des Deutschen Ethikrats
  • Ulrike Koller - Leiterin der Gesundheitsinformationsdienste am Helmholtz Zentrum München
  • Matthias Tschöp - Wissenschaftlicher Geschäftsführer am Helmholtz Zentrum München

zuletzt bearbeitet: 18.06.2021 nach oben

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