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Warenkunde Linsen

Linsen - vom Arme-Leute-Essen in die Küchen der Gourmets

Pardina Linsen Linsen, auch Erve genannt, sind bereits seit 10.000 Jahren als Nahrungsmittel bekannt. Ursprünglich stammen sie aus Ägypten. Lange Zeit galten sie als "das Einfachste vom Einfachen", gleichzusetzen mit einem "Essen für Arme". Heute werden Linsen auch in Kanada, Chile, Türkei, den USA, China und vielen anderen Ländern angebaut. In den letzten Jahren hat sich ihr Image deutlich gewandelt. Heute stehen die leckeren Hülsenfrüchte auch in hiesigen Küchen wieder häufiger auf dem Speiseplan.

Linse ist nicht gleich Linse: Die Vielzahl an Linsen unterteilt man grob in 4 Größensortierungen: Riesenlinsen, Tellerlinsen, Mittellinsen und Zuckerlinsen. Hierzulande werden am häufigsten die Tellerlinsen verwendet. Sie besitzen eine braune, leicht grünliche Schale und sind mehlig im Geschmack. Ihr Durchmesser beträgt etwa 5-7 mm. Vom Geschmack her sind kleinere Linsen zu bevorzugen. Sie haben im Vergleich zu größeren Linsen einen höheren Schalenanteil. Da sich die Aromastoffe in der Schale befinden, haben kleinere Linden, wie beispielsweise die Champagnerlinsen, einen intensiveren Geschmack.

Ernährungsphysiologisch sind Linsen sehr gesund und sollten daher häufiger auf dem Speiseplan stehen. Sie liefern viel hochwertiges Eiweiß, enthalten wertvolle Vitamine der B-Gruppe, sind reich an wichtigen Mineralstoffen, insbesondere an Eisen, Kalium und Magnesium. Durch den hohen Ballaststoffgehalt und den sehr niedrigen Fettgehalt sind Linsen auch für Diabetiker ideal, da sie lange sättigen. Zumal gekochte Linsen nur wenig mehr als 10 g Kohlenhydrate pro 100 g enhalten.

Die wichtigsten Linsen

Tellerlinsen

Handelsübliche Teller Linsen haben einen Durchmesser von 6-7 mm. Nach der Ernte farblichhell-olivgrün werden sie nach längerer Lagerung gelbbraun bis braun. Die Farbe beeinträchtigt weder Geschmack noch die Kochfähigkeit. Die Kochzeit für Tellerlinsen beträgt 30-40 Minuten ohne Einweichen. Teller Linsen eignen sich für Suppen, Eintöpfe und Salate.

Pardina Linsen

Die Pardina Linse hat eine graubraune Schale und ein gelbes Inneres. Der Durchmesser liegt zwischen 4 und 5 mm. Ihre Eigenschaften sind der sehr aromatische Geschmack, die exzellenten Kocheigenschaften und ihre Vielseitigkeit. Pardina Linsen müssen nicht eingeweicht werden. Die Kochzeit beträgt 30 Minuten. Pardina Linsen eignen sich für Suppen, Eintöpfe, Salate und Vorspeisen.

Rote Linsen

verschiedene Kürbisse Die Rote Linse ist die geschälte Form einer Linsenart, die vor allem in Indien und in der Türkei angebaut wird. Ursprünglich hat sie eine lilafarbene Schale und einen leuchtend orange-roten Kern. Da sie keine Samenschale mehr hat, kocht die rote Linse sehr schnell weich. Beim Kochen wandelt sich die orange Farbe in einen gelblichen Ton. Rote Linsen müssen nicht eingeweicht werden, da die äußere harte Schale beim Schälprozess bereits entfernt wurde. Die Kochzeit beträgt ca. 10 Minuten. Rote Linsen eignen sich für Salate, Suppen und als Beilage für Fleisch- und Geflügelgerichte, Pürees und Pfannengerichte.

Weitere Linsen und regionale Spezialitäten

Daneben gibt es Puy-Linsen, Beluga-Linsen und Trojalinsen, welche qualitativ sehr hochwertig sind und vor allem in der gehobenen französischen Küche Anwendung finden. Grüne Linsen sind sehr kleine, preiswerte Linsen, die weltweit angebaut werden. Seit geraumer Zeit werden alte Linsensorten als regionale Spezialität wiederentdeckt, so z. B. auf der Schwäbischen Alb die Heckengäulinsen und die Alblinsen. Bei letzteren handelt es sich mittlerweile um eine von der EU besonders geschützte Ursprungsbezeichnung.

100g Trockenlinsen enthalten durchschnittlich:

270 kcal (1129 kJ); 224 g Eiweiß; 1,4 g Fett; 41 g Kohlenhydrate (3,4 BE); 17 g Ballaststoffe.

zuletzt bearbeitet: 16.01.2016, aktualisiert: 22.01.2016 nach oben

Text- und Bildquelle: Wirths PR

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