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diabetesDE zum Weltkrebstag

Bei Diabetes körperlich aktiv sein und zur Früherkennung gehen

Wie schon in den beiden vergangenen Jahren lautet das Motto des Weltkrebstages am 4. Februar 2018 "Wir können. Ich kann." Laut der Deutschen Krebshilfe erkranken jedes Jahr etwa 500.000 Menschen bundesweit neu an Krebs. Etwa die Hälfte aller Fälle wäre durch einen gesünderen Lebensstil mit mehr Bewegung vermeidbar. Menschen mit Typ-2-Diabetes haben ein um 30 Prozent erhöhtes Risiko für Darmkrebs. Darüber hinaus sind sie auch häufiger von anderen Krebsarten betroffen als Stoffwechselgesunde. Als zwei mögliche Ursachen kommen Übergewicht und ein dauerhaft erhöhter Insulinspiegel in Betracht. Daher rät diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe insbesondere Menschen mit Typ-2-Diabetes zu einem gesunden Lebensstil mit körperlicher Aktivität und regelmäßigen Früherkennungsuntersuchungen.

"Menschen mit Typ-2-Diabetes haben ein 1,2-1,7fach erhöhtes Risiko für Brust-, Darm-, Harnblasen- und Bauchspeicheldrüsenkrebs", sagt Professor Dr. med. Thomas Haak, Vorstandsmitglied von diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe und Chefarzt des Diabetes Zentrums Mergentheim in Bad Mergentheim. Das Risiko, an Leberzellkrebs zu erkranken, sei sogar mehr als doppelt so hoch wie bei Menschen ohne Diabetes. Auch das Erkrankungsrisiko für Tumoren an Niere, Schilddrüse und Speiseröhre ist im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung deutlich erhöht. Allerdings erkranken Männer mit Diabetes seltener an Prostatakrebs als stoffwechselgesunde.

Mögliche Ursache für ein erhöhtes Krebsrisiko könnte ein bei Typ-2-Diabetes häufig über Jahre hinweg zu hoher Insulinspiegel sein. "Der Auslöser dafür wiederum ist eine Insulinresistenz", erläutert Professor Haak. "Hohe Insulinspiegel können bestimmte Rezeptoren aktivieren, die die Zellteilung im Gewebe und so möglicherweise auch das Tumorwachstum fördern." Eindeutige Nachweise für diese Thesen fehlen jedoch bislang. Inwiefern auch Menschen mit Typ-1-Diabetes ein erhöhtes Krebsrisiko haben, ist noch unklar.

Nachgewiesen ist jedoch der Zusammenhang zwischen Typ-2-Diabetes, Adipositas und Krebs: "Übergewichtige Menschen mit großem Bauchumfang haben sowohl ein erhöhtes Diabetes- als auch ein erhöhtes Krebsrisiko", erklärt der Diabetologe. Dagegen können Betroffene mit einer Lebensstiländerung angehen: "Wer Übergewicht abbaut, fünfmal die Woche mindestens 30 Minuten körperlich aktiv ist und auf eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse achtet, verbessert seinen Stoffwechsel und beugt damit auch der Entstehung von Krebs vor", so Professor Haak. Auch Nikotinverzicht senkt das Krebsrisiko. Wichtig ist darüber hinaus, dass Menschen mit Diabetes regelmäßig die angebotenen Untersuchungen zur Krebsfrüherkennung wahrnehmen.

zuletzt bearbeitet: 01.02.2018 nach oben

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