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5 Vorurteile zu Typ-2-Diabetes

Pressemitteilung: Novo Nordisk Pharma GmbH

Von wegen harmlos

Mit Krankheiten ist es wie mit dem Fußball - jeder glaubt, Bescheid zu wissen. Für Betroffene ist es oft nervig, wenn sie immer wieder mit denselben Vorurteilen konfrontiert werden. Das gilt auch für Typ-2-Diabetes. Wir entlarven fünf Mythen zur "Zuckerkrankheit", die wohl jeder schon mal gehört hat.

  1. "Die Zuckerkrankheit ist doch harmlos."

    Diabetes ist keine harmlose Erkrankung Falsch. Typ-2-Diabetes kann lebensgefährliche Folgeerkrankungen verursachen. So ist das Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden, bei Menschen mit der Stoffwechselerkrankung deutlich erhöht.[1]
  2. "Herzinfarkt durch Diabetes? Die sind doch selbst schuld."

    Diabetes und Herzinfarkt Nein. Typ-2-Diabetes kann unter anderem Nervenschäden verursachen, wodurch Betroffene bestimmte Vorwarnungen wie ein Engegefühl im Brustkorb häufig nicht wahrnehmen. So können sich Herz-Kreislauf-Erkrankungen im Verborgenen entwickeln.[2]
  3. "Typ-2-Diabetes entsteht, wenn man zu viel Zucker isst."

    Diabetes und Zucker Nein. Die Veranlagung zu Typ-2-Diabetes ist zunächst einmal erblich bedingt.[3] Begünstigt wird die Entstehung der Erkrankung durch verschiedene Faktoren. Übergewicht und Bewegungsmangel gehören dazu.[4]
  4. "Wer Diabetes hat, darf nur spezielle Diabetiker-Produkte essen."

    Diabetes und Diät Falsch. Menschen mit Typ-2-Diabetes müssen in der Regel keine besondere Diät befolgen. Für sie gelten dieselben Grundsätze einer bewussten Ernährung wie für Menschen ohne die Stoffwechselerkrankung.[5]
  5. "Typ-2-Diabetes haben nur alte Leute."

    Typ-2-Diabetes - auch Alterszucker genannt Falsch. Zwar befindet sich die Mehrheit der Menschen mit Typ-2-Diabetes bereits in fortgeschrittenem Lebensalter. Doch die Zahl der Erkrankungen nimmt bei Männern und Frauen bereits ab etwa 40 Jahren deutlich zu[6] - rund 6,5 Millionen Deutsche sind von Typ-2-Diabetes betroffen.[7]

 

Sie müssen sich nicht schämen, dem einen oder anderen hier aufgezählten Vorurteil schon einmal aufgesessen zu sein. Aber sollten Sie selbst von Typ-2-Diabetes betroffen sein, dann machen Sie Ihre Herzgesundheit zur Chefsache. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber, was Sie selbst tun können, um Folgeerkrankungen vorzubeugen.

Quellen

  1. Rathmann et al. Type 2 diabetes: prevalence and relevance of genetic and acquired factors for its prediction. Dtsch Arztebl Int 2013;110:331-337. (zuletzt abgerufen am 01.03.2017)

  2. Diabetes Ratgeber. Typ-2-Diabetes: Folgekrankheiten. (zuletzt abgerufen am 02.02.2017)

  3. Olokoba AB et al. Oman Med J 2012;27(4):269–273

  4. Weltgesundheitsorganisation (WHO): Bewegungsmangel und Diabetes. (zuletzt abgerufen am 22.08.2017)

  5. Diabetes Ratgeber. Abnehmen bei Typ-2-Diabetes. (zuletzt abgerufen am 11.08.2017)

  6. Tamayo T et al. The Prevalence and Incidence of Diabetes in Germany: An Analysis of Statutory Health Insurance Data on 65 Million Individuals From the Years 2009 and 2010. Dtsch Arztebl International 2016.113(11):p.177-82.

  7. International Diabetes Federation. IDF Diabetes Atlas, 7th edn. Brussels, Belgium: International Diabetes Federation, 2015 (abgerufen am 25. September 2017).

Quelle für alle Grafiken ist: Novo Nordisk Pharma GmbH

zuletzt bearbeitet: 27.10.2017 nach oben

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