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Wissenswertes rund um die Diabetestherapie

diabetesDE-Expertenchat am 4. Mai 2017

Dr. med. Jens Kröger In Deutschland haben 6,7 Millionen Menschen Diabetes mellitus, 95 Prozent davon leiden an Diabetes Typ 2. Während Diabetes Typ 1 immer mit Insulin behandelt werden muss, sind die Therapiemöglichkeiten beim Typ-2-Diabetes breiter gefächert. Auch wenn viele Menschen mit Diabetes Typ 1 oder Typ 2 sehr gut mit ihrer Therapie zurechtkommen, diese selbstständig durchführen und sich regelmäßig mit ihrem behandelnden Arzt darüber austauschen, haben sie doch mitunter Fragen, zum Beispiel zur Ernährung, Medikamenteneinnahme, zu Blutzuckerwerten oder zur Insulindosis. Der Diabetologe Dr. med. Jens Kröger beantwortet am Donnerstag, dem 4. Mai, im Expertenchat von diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe, Fragen rund um die Diabetestherapie. Interessierte können ihre Fragen schon jetzt auf www.diabetesde.org/chat einsenden.

"Viele Menschen mit Diabetes sind gut geschult und managen ihre Erkrankung routiniert", sagt Dr. med. Jens Kröger, Vorstandsvorsitzender von diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe und niedergelassener Diabetologe aus Hamburg-Bergedorf. So sind Patienten mit Typ-1-Diabetes meist von klein auf damit vertraut, dass ihre Bauchspeicheldrüse kein Insulin mehr produziert und sie lebenslang mehrmals täglich ihren Blutzucker messen und daran angepasst Insulin spritzen müssen.

Bei Menschen mit Diabetes Typ 2 hingegen bildet die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) zwar über viele Jahre hinweg noch Insulin, die Ausschüttung wird im Laufe der Zeit aber immer geringer. Außerdem kann das Insulin nicht mehr richtig an den Zellwänden wirken. Dies hängt häufig auch mit Bewegungsmangel und Übergewicht zusammen. Da viele Typ-2-Diabetiker übergewichtig sind, beginnt ihre Therapie zunächst mit einer Ernährungsumstellung, die eine Gewichtsabnahme ermöglicht, und der Einnahme von blutzuckersenkenden Medikamenten.

Solange die Therapiemaßnahmen wirken und der Stoffwechsel stabil eingestellt ist, leben Betroffene beider Diabetestypen sehr gut mit der Erkrankung. Kommt es zu Komplikationen oder muss die Therapie angepasst beziehungsweise umgestellt werden, ergeben sich für Menschen mit Diabetes Fragen, wie zum Beispiel: "Wieso ist mein Stoffwechsel nicht mehr stabil, obwohl ich alle Therapiemaßnahmen einhalte?", "Warum muss ich nun Insulin spritzen, statt weiter Tabletten einzunehmen?", "Wie muss ich meine Insulindosis anpassen, wenn ich regelmäßig Sport treibe?"

"Eine Diabeteserkrankung muss bei jedem Betroffenen individuell behandelt werden", erklärt Dr. Kröger. Nicht bei allen Patienten wirken Medikamente gleich und nicht jeder Stoffwechsel könne dauerhaft ohne Schwankungen eingestellt werden. Die Ursachen dafür seien vielfältig: "Neu auftretende Unverträglichkeiten, Begleiterkrankungen, unbewusste Therapiefehler oder veränderte Lebensumstände sind nur einige mögliche Gründe", so Dr. Kröger. Wer Fragen rund um seine Diabetestherapie hat, kann sie Dr. Kröger am Donnerstag, dem 4. Mai 2017 im Expertenchat von diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe, stellen.

Bildunterschrift: Dr. med. Jens Kröger
Bildquelle: Diabetes-Portal DiabSite

zuletzt bearbeitet: 02.05.2017 nach oben

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