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Bei Diabetes gut auf die Füße achten

Pressemitteilung: Wörwag Pharma GmbH & Co.KG

6 Tipps für einen guten Vorsatz im neuen Jahr

Dem Zuckerfuß aktiv begegnen - 6 Tipps für Diabetiker
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Das neue Jahr beginnt oft mit guten Vorsätzen, zum Beispiel mehr Bewegung oder eine gesündere Ernährung. Menschen mit Diabetes (Typ 1 und 2) sollten sich zudem vornehmen, besonders gut auf ihre Füße zu achten, denn sie sind häufig von einer diabetischen Neuropathie ("Zuckerfuß") betroffen. Sechs einfache Tipps können helfen, dem Zuckerfuß im neuen Jahr aktiv entgegenzuwirken.

Viele Menschen mit Diabetes mellitus achten nicht genug auf ihre Füße. Die Folge: Sie bemerken nicht rechtzeitig, dass eine diabetische Neuropathie entsteht. Diese diabetesbedingte Nervenschädigung beginnt meist mit symmetrisch an beiden Füßen auftretenden Reiz- und Ausfallerscheinungen, zum Beispiel Kribbeln oder Taubheit. Fortschreitende Nervenschädigungen sind eine Hauptursache für das diabetische Fußsyndrom, das sogar zum Verlust des Fußes führen kann.

Kribbeln, Brennen und "stille" Warnsignale beachten

Dr. Matthias Riedl, Internist, Diabetologe und Ernährungsmediziner aus Hamburg, rät deshalb seinen Patienten, besonders gut auf ihre Füße zu achten. Typische Veränderungen können Hinweise auf Nervenschädigungen geben: "In den meisten Fällen leiden die Patienten unter Schmerzen, Kribbeln oder Brennen sowie an Empfindungsstörungen, wie etwa Taubheitsgefühle", so der Experte. Aber auch die "stillen" Warnsignale wie nachlassendes Temperatur-, Berührungs- oder Schmerzempfinden sollten unbedingt beachtet werden. "Um aktiv gegen den Zuckerfuß vorzugehen, ist ein frühzeitiges und konsequentes Handeln notwendig", erklärt Riedl.

6 einfache Tipps

Diese sechs einfachen Tipps sollten Betroffene unbedingt beachten (siehe Abbildung):

  1. Den Blutzucker so gut wie möglich einstellen.
  2. Die Füße regelmäßig von einem Arzt oder Podologen untersuchen lassen.
  3. Täglich die Füße pflegen und Veränderungen genau beobachten.
  4. Täglich ein Fußbad nehmen, jedoch nicht zu lange (max. drei Min.) und nicht zu heiß (max. 35 Grad).
  5. Regelmäßig Nägel und Hornhaut feilen.
  6. Geeignete Schuhe tragen.

Eine Checkliste zu den Tipps finden Sie im Service-Bereich auf www.zuckerfuss.de.

Riedl empfiehlt darüber hinaus die Teilnahme an einer Barfußschulung, um die Sensibilität für die Erkrankung zu verbessern. Dabei lernen die Patienten die sachgerechte Fußpflege und können ihre nervlichen Defizite besser einschätzen. Zusätzlich kann der vitaminähnliche Wirkstoff Benfotiamin (z. B. enthalten in milgamma® protekt) zum Schutz der Nerven und zur Linderung der Beschwerden beitragen.

Mit Benfotiamin Nerven schützen und Symptome lindern

Wesentlich für den Zuckerfuß verantwortlich sind die sogenannten AGEs (Advanced Glycation Endproducts). Diese schädlichen Zuckerabbauprodukte bilden sich aufgrund des erhöhten Blutzuckers vermehrt bei Diabetes. AGEs schädigen die Nervenzellen und stören die Reizweiterleitung. Dies führt in der Folge zu den typischen "Zuckerfuß-Beschwerden" wie Kribbeln, Brennen und Taubheitsgefühlen. In vielen Fällen geht ein Diabetes auch mit einem Mangel an Vitamin B1 einher, der Neuropathien fördert.[1] Benfotiamin kann einen nervenschädigenden Vitamin-B1-Mangel ausgleichen und die Bildung der schädlichen AGEs hemmen.[2] So können Nervenzellen und Gefäße vor Schädigungen geschützt und Beschwerden wie Kribbeln, Brennen, Taubheit und Schmerzen in den Füßen gelindert werden.[3]

Quellen

  1. Thornalley PJ et al. Diabetologia 2007. 50: 2164-2170
  2. Hammes H-P et al. Nature Medicine. 2003. 9: 294–299
  3. Stracke H et al. Exp. Clin. Ednocrinol. Diab. 2008. 116: 600-605

Bildunterschrift: Dem Zuckerfuß aktiv begegnen - 6 Tipps für Diabetiker
Bildquelle: Wörwag Pharma GmbH & Co.KG

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zuletzt bearbeitet: 02.01.2017 nach oben

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